Übung: ins Bild kommen
»Mach dich auf, bevor es heiss wird, und wenn du hinauskommst, so geh hübsch sittsam und lauf nicht vom Weg ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas, und die Grossmutter hat nichts.
Und wenn du in ihre Stube kommst, so vergiss nicht, guten Morgen zu sagen und guck nicht erst in allen Ecken herum.“
„Ich will schon alles gut machen“, sagte Rotkäppchen zur Mutter, und gab ihr die Hand darauf.
…
Rotkäppchen schlug die Augen auf, und als es sah, wie die Sonnenstrahlen durch die Bäume hin- und her tanzten und alles voll schöner Blumen stand, dachte es:
„Wenn ich der Grossmutter einen frischen Strauss mitbringe, der wird ihr auch Freude machen; es ist so früh am Tag, dass ich doch zu rechter Zeit ankomme“, lief vom Wege ab in den Wald hinein und suchte Blumen.
Und wenn es eine gebrochen hatte, meinte es, weiter hinaus stände eine schönere, und lief darnach, und geriet immer tiefer in den Wald hinein. «
Auszug aus einem Märchen der Gebrüder Grimm
Jan Uwe Gösch
- Individuelle Bildung
- Lebenskultur
- Übungen für das Entfalten des eigenen Potentiales.
Jan Uwe Gösch regte zum Üben an:
- Gleichgewicht beim Balancieren finden - in verschiedenen Höhen.
- Den passenden Abstand zum Gegenüber bestimmen - mit Ballwerfen und -rollen.
- Zur Form finden mit dem Stab:
Gemeinsam mit der Übung „Quadrat“.
Einzeln mit dem „Rollenden Stab“, der ein durchgängiges Gefühl für das Rückgrat erfordert und fördert.
- Zur Gemeinschaft finden durch einen gemeinsamen Rhythmus - beim „Spiel zwischen Schwere und Leichte“.
- Licht und Wärme schenken und Empfangen:
Vom Herzen zur Weite, von der Weite zum Herzen geben und aufnehmen lernen.
Vorbild sein und werden:
In ein Größeres hineinwachsen,
sich hinein richten und formen:
Mir scheint dies für Eltern, Erziehende und Lehrende
eine wesentliche Grundlage zu sein.
- Wie stehe ich vor dem Werdenden?
- Wie werde ich?
- Welches Vorbild gebe ich?
- Welches Vorbild möchte ich geben?
„… nur die Umgebung …“
» Es gibt im Grunde genommen auf keiner Stufe eine andere Erziehung als Selbsterziehung.
Wir sind als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes.
Wir müssen die günstigste Umgebung abgeben, damit an uns das Kind sich so erzieht, wie es sich durch sein inneres Schicksal erziehen muß. «
Rudolf Steiner
Dr. med. Silke Schwarz
- Individuelle Diagnostik
- Einzelfall-Entscheidung
- Hilfe für den Umgang mit dem
eigenen Potential.
AD(H)S aus medizinischer Sicht -
Dr. Silke Schwarz trug vor:
- Ausatmen - ein wichtiger Aspekt.
- Berühren, streicheln von seiner eigenen Haut zum Zu-sich-Kommen.
- AD(H)S als „unzulässige Diagnose“, da sie individuell so verschiedene Formen annimmt, daher auch nur individuelle Diagnostik und Therapie möglich sei.
- Zu beachten sei, dass AD(H)S oft mit erhöhter Sensibilität einhergehe, gerade bei Kindern.
- Es gibt Mischformen, die Dr. Georg Soldner ausgearbeitet hat (siehe unten).